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Aus welchen Gründen hielt es Heinrich Schütz nie lange in Deutschland?
Heinrich Schütz wurde 1585 im thüringischen Köstritz geboren; ab 1598 förderte Landgraf Moritz von Hessen-Kassel, in dessen Kantorei er als Sänger wirkte, sein Talent und gewährte ihm 1609 ein Stipendium zur Ausbildung in Venedig. Dort lernte Schütz sowohl die prachtvolle Mehrchörigkeit, wie sie an San Marco gepflegt wurde, als auch den modernen »stile concertato« von Ludovico Viadana (1560–1627) und Claudio Monteverdi (1567–1643) kennen.
Nach seiner Lehrzeit in Italien trat Schütz 1617 als Hofkapellmeister in den Dienst des sächsischen Kurfürsten in Dresden. 1628 reiste der Komponist nach diversen Schicksalsschlägen erneut nach Italien, wo er Monteverdi traf und neue Anregungen erhielt. Über Dresden ging er 1633 wegen des Dreißigjährigen Krieges in Deutschland an den dänischen Hof, blieb aber Deutschland weiterhin verbunden. Er starb 1672 in Weißenfels bei Leipzig.
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