Wissensbibliothek
Was passiert mit den entstandenen Nahrungsmolekülen?
Glucose und andere Einfachzucker, Aminosäuren und die Spaltprodukte der Nukleinsäuren gelangen über die Saumzellen des Dünndarmepithels in deren Blutkapillarnetz und mit dem Blut über die Leberpfortader in die Leber, wo sie weiterverarbeitet werden. Fettsäuren und Monoglyceride verbinden sich mit Gallensäuren, Cholesterin und Eiweißen und bilden Molekularverbände, genannt Mizellen. Diese stellen einen Kontakt zwischen den gespaltenen Fettbausteinen und der Oberfläche der Epithelzellen her. Fettsäuren und Monoglyceride gehen aus den Mizellen in die Epithelzellen der Dünndarmzotten über, wo sie wieder zu Triglyceriden zusammengesetzt werden. Diese gelangen in die Lymphgefäße der Darmzotten. Von dort werden sie über größere Lymphgefäße in den Blutkreislauf eingeleitet.
Auch Mineralien wie Eisen und Kalzium und die meisten wasserlöslichen Vitamine gehen in das Blutkapillarnetz der Dünndarmzotten über. Das Vitamin B12 kann allerdings nur mithilfe des vom Magen gebildeten Intrinsic factor resorbiert werden. Die fettlöslichen Vitamine lösen sich in den Mizellen auf und werden zusammen mit den Fettsäuren resorbiert.
Atome im Visier
Teilchen wie Atome oder Moleküle bei ihrer Bewegung nach dem Rhythmus der Quantenphysik zu beobachten, war lange undenkbar. Das hat sich geändert – dank der Technik des Quantengasmikroskops. von RALF BUTSCHER Wie verhalten sich einzelne Atome in einem Gas? Kapseln sie sich voneinander ab und führen ein distanziertes Eigenleben?...
Erzrausch am Meeresgrund
Der Umstieg auf saubere Energie hat in den Minen an Land schmutzige Konsequenzen. Wie sieht es beim Tiefseebergbau aus? von Martin Angler Sie liegen auf ausgedehnten Sandflächen und warten darauf, eingesammelt zu werden: faustgroße Gesteinsbrocken, die schwarzen Trüffeln ähneln. Diese Manganknollen sind seit Millionen von Jahren...