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Eschede

Mit 200 km/h in den Tod

3.6.1998, Eschede. 101 Todesopfer fordert das schwerste Zugunglück seit Bestehen der Bundesrepublik. 88 Menschen werden z.T. lebensgefährlich verletzt. Der aus München kommende ICE 884 "Wilhelm Conrad Röntgen" wird durch einen technischen Defekt aus der Spur gerissen, und der hintere Zugteil prallt gegen eine Straßenbrücke am Südkopf des Bahnhofes in dem kleinen Ort Eschede in der Lüneburger Heide. Dabei stürzt die Brücke in sich zusammen und begräbt einen Teil des Zugs unter sich. Das Unglück ereignet sich um 10.59 Uhr; vier Minuten später wird die Feuerwehr alarmiert. Als um 11.07 Uhr die ersten Rettungskräfte am Unglücksort eintreffen, bietet sich ihnen ein Bild des Grauens: Wagen sind fest ineinander verkeilt, rund um die Unglücksstelle liegen Sitze und Gepäckstücke verstreut, aus den Waggons, die noch unter der Brücke hindurchgerutscht sind, dringt das Stöhnen der Verletzten.

Mehr als 1200 Ärzte, Sanitäter, Soldaten der Bundeswehr, Feuerwehrleute, Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks und nicht zuletzt viele Freiwillige bemühen sich, die Verletzten zu bergen. Obwohl die Fensterscheiben der zwölf Waggons von außen nur unter größten Schwierigkeiten aufgebrochen werden können und die nicht entriegelbaren Türen erhebliche Hindernisse darstellen, sind bereits 90 Minuten nach dem Unglück 57 Schwerverletzte in die Kliniken abtransportiert.

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ICE-Unglück von Eschede

Ein Bild der Verwüstung bietet sich den rund 300 Helfern am 3.6.1998 an der Unglücksstelle in Eschede bei Celle.


Ursache: defekter Radreifen
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aus dem Chronik Verlag
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