Lexikon
Jạlta
Hafenstadt in der Ukraine, an der Südküste der Krim, 144 000 Einwohner; viel besuchter Kur- und Badeort; Tschechowmuseum; Obst-, Wein- und Tabakanbau.
Tagungsort der Jalta-Konferenz (Krimkonferenz, 4.–11. 2. 1945) zwischen dem US-Präsidenten F. D. Roosevelt, dem britischen Premierminister W. Churchill und dem sowjetischen Regierungschef J. Stalin. Ziel der Konferenz war es, den Kriegseintritt der Sowjetunion gegen Japan sicherzustellen und vorhandene Differenzen zwischen den Alliierten beizulegen. Das Abkommen sicherte der Sowjetunion die Erhaltung des Status quo in der Äußeren Mongolei (Mongolische Volksrepublik) und die Wiederherstellung der russischen Rechte vor dem russisch-japanischen Krieg 1904 (u. a. Rückgabe von Süd-Sachalin). In einer eigenen Erklärung von Jalta wurden die Beschlüsse von Teheran bestätigt und ergänzt; sie forderte die bedingungslose Kapitulation Deutschlands, Gebietsabtretungen, Aufteilung in vier Besatzungszonen mit einer interalliierten Zentralkommission in Berlin, Zerschlagung des Nationalsozialismus und des deutschen Militarismus, Aburteilung der Kriegsverbrecher und Reparationen.
Jalta: Konferenz von 1945
Jalta-Konferenz von 1945
Die Konferenz der »Großen Drei« in Jalta 1945. Sitzend von links: der britische Premierminister Winston Churchill, der US-amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt und der sowjetische Staatschef Josef W. Stalin.
© Corbis/Bettmann/UPI
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