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Die “Großen Drei“ stellen Weichen für Nachkriegszeit

Die Konferenz von Jalta, 4. bis 11. Februar 1945

Im Seebad Jalta auf der sowjetischen Halbinsel Krim treffen sich die “Großen Drei“ zu ihrer zweiten Konferenz nach Teheran 1943. US-Präsident Franklin D. Roosevelt, der sowjetische Staats- und Parteichef Josef W. Stalin und der britische Premierminister Winston Churchill verhandeln über die Beendigung des Krieges gegen Japan sowie über die künftige Gestalt Europas und die Gründung der Vereinten Nationen.

Die Beschlüsse

Nach Abschluss der Konferenz haben sich Roosevelt, Churchill und Stalin auf folgende Punkte geeinigt:

  • Die UdSSR verpflichtet sich, innerhalb von drei Monaten nach der Kapitulation des Deutschen Reichs in den Krieg gegen Japan einzutreten. Als Gegenleistung wird ihr die Südhälfte der Insel Sachalin zugesprochen.
  • Deutschland wird in alliierte Besatzungszonen aufgeteilt. Frankreich erhält eine eigene Besatzungszone und wird gleichberechtigt am Besatzungsregime beteiligt.
  • Die Vertreter der USA, Großbritanniens und der Sowjetunion befürworten die Einberufung einer Gründerkonferenz der Vereinten Nationen.
  • Im wieder erstellten polnischen Staat soll sich die Regierung aus Mitgliedern des kommunistisch geführten sog. Lubliner Komitees und Vertretern der polnischen Exilregierung in London zusammensetzen.

Offen bleibt die Frage der deutsche Reparationsleistungen. Die Westmächte haben Zweifel, ob angesichts der Kriegszerstörungen Deutschland den von der UdSSR geforderten Betrag in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar überhaupt aufbringen kann.

Auch über den genauen Verlauf der polnischen Westgrenze herrscht Uneinigkeit. Klar ist allerdings, dass Polen deutsche Gebiete östlich der Oder erhalten soll.

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