Wissensbibliothek
Fliegen Libellen anders als andere Insekten?
Ja. Die meisten Insekten haben eine indirekte Flugmuskulatur, die an den Rücken- und Bauchschilden der Brust ansetzt. Durch ihre Kontraktion bzw. Entspannung verformt sich die Brust und bewegt ihrerseits die Flügel. Da jeder Nervenimpuls mehrere Kontraktionszyklen auslösen kann, können enorm hohe Schlagfrequenzen erreicht werden. Anders bei den Libellen, deren Flügel nur etwa dreißigmal in der Sekunde schlagen, weshalb wir – außer einem charakteristischen Rascheln bei besonderen Manövern – kein Fluggeräusch hören: Ihre enorme Ausdauer und Wendigkeit verdanken sie den starken, direkt an den schmalen Flügelbasen ansetzenden Flugmuskeln (je einer für den Aufwärts- und den Abwärtsschlag) in der massigen Brust. Die Flügelmembranen werden durch ein dichtes Netz aus Längs- und Queradern in eine zickzackförmige Knitterstruktur gebracht, welche die Stabilität erhöht und die Luftverdrängung verbessert. Während Kleinlibellen mit ihren fast gleichen, funktionell nicht gekoppelten Vorder- und Hinterflügeln langsame und vergleichsweise ungeschickte Flieger sind, erreichen die Großlibellen mit ihren breiteren und anders geformten Hinterflügeln Geschwindigkeiten von 70 oder gar 100 Kilometern pro Stunde.
Venus immer noch feurig
Neue Auswertungen alter Radardaten legen nahe: Auf unserer Nachbarwelt quoll noch vor drei Jahrzehnten Lava aus Vulkanen heraus. Die Venus könnte sogar aktiver sein als die Erde. von THORSTEN DAMBECK Anders als der Mars ist die Venus dauerhaft in eine dicke Schicht aus Wolken gehüllt. Jahrhundertelang konnte deshalb kein Fernrohr...
Machte der Asteroideneinschlag Ameisen zu Bauern?
Tierischer Landwirtschaft auf der Spur: Vor etwa 66 Millionen Jahren bauten Ameisen erstmals Pilze für ihre Nahrungsversorgung an, geht aus einer Studie hervor. Dies spiegelt sich in Auswertungen der genetischen Daten hunderter von Pilz- und Ameisenarten wider. Die „prominente“ Entstehungszeit legt den Forschenden zufolge nahe,...