Wissensbibliothek
Was bezweckte die »Mischne Tora«?
Eine Reduktion der Tora auf wesentliche Rechtsgrundsätze. Das wichtigste religionsgesetzliche Werk des Maimonides, die in hebräischer Sprache verfasste »Mischne Tora« (Wiederholung der Tora), wurde um 1180 beendet und umfasst 14 Bände. Das jüdische Religionsgesetz, die Halacha, war bis dahin unübersichtlich über die vielen Bände des Talmud verstreut. Sowohl im Islam als auch im byzantinischen Christentum spielte zu jener Zeit die Kodifizierung der Rechtsmaterie eine große Rolle. Davon inspiriert versuchte Maimonides, aus den umfangreichen Schriften des Talmud alle Gesetze herauszuziehen und sie in eine systematische Ordnung zu bringen. Dabei ließ er den seiner Meinung nach überflüssigen Ballast der vielen Zitate, diversen Meinungen und offenen Streitfragen des Talmud weg. Der Talmud sollte nur noch von einer intellektuellen Elite studiert werden. So weit kam es jedoch nicht, auch heute noch wird der Talmud von den Schülern der Jeschiwot studiert, das Maimonides-Werk bildet jetzt nur einen Abschnitt des Talmudstudiums.
Die Unterwelt des Roten Planeten
Raumsonden lauschen nach tiefen Mars-Beben und durchleuchten die Gesteinskruste mit Radarwellen. Was verbirgt sich unter der von Kratern zerfurchten Landschaft? von THORSTEN DAMBECK Zu Beginn des 20. Jahrhunderts glaubten manche Astronomen, der Mars würde von einer verheerenden Dürre heimgesucht. Verzweifelt würden die Marsianer...
Asteroid Ryugu: Doch nicht so weit gereist?
Er galt bisher als ein exotischer Einwanderer aus dem Randbereich unseres Sonnensystems. Doch nun stellen neue Untersuchungsergebnisse von Probematerial des Asteroiden Ryugu die bisherigen Vorstellungen seiner Entstehungsgeschichte sowie die seiner Verwandtschaft infrage. Die unterschiedlich kohlenstoffreichen Asteroiden sind...