Wissensbibliothek
Was bezweckte die »Mischne Tora«?
Eine Reduktion der Tora auf wesentliche Rechtsgrundsätze. Das wichtigste religionsgesetzliche Werk des Maimonides, die in hebräischer Sprache verfasste »Mischne Tora« (Wiederholung der Tora), wurde um 1180 beendet und umfasst 14 Bände. Das jüdische Religionsgesetz, die Halacha, war bis dahin unübersichtlich über die vielen Bände des Talmud verstreut. Sowohl im Islam als auch im byzantinischen Christentum spielte zu jener Zeit die Kodifizierung der Rechtsmaterie eine große Rolle. Davon inspiriert versuchte Maimonides, aus den umfangreichen Schriften des Talmud alle Gesetze herauszuziehen und sie in eine systematische Ordnung zu bringen. Dabei ließ er den seiner Meinung nach überflüssigen Ballast der vielen Zitate, diversen Meinungen und offenen Streitfragen des Talmud weg. Der Talmud sollte nur noch von einer intellektuellen Elite studiert werden. So weit kam es jedoch nicht, auch heute noch wird der Talmud von den Schülern der Jeschiwot studiert, das Maimonides-Werk bildet jetzt nur einen Abschnitt des Talmudstudiums.
Ein Bund fürs Leben
Die Beziehung zu unseren Geschwistern ist häufig eine der längsten Beziehungen, die wir haben. Sie lehrt uns wichtige soziale Kompetenzen. Und prägt uns ein Leben lang. von DANIELA LUKAßEN-HELD (Text) und LINUS SCHILLING (Illustrationen) Streit und Versöhnung, Liebe und Hass, Neid und Gunst – wohl kaum eine Beziehung ist so von...
Künstliche Debatten über Künstliche Intelligenz
Von Künstlicher Intelligenz (KI) kann man in den Medien seit den 1970er-Jahren lesen oder hören – zunächst natürlich auf Englisch: Artificial Intelligence (AI) hieß das Schlagwort, und es wird historisch interessierte Menschen amüsieren, wenn sie erfahren, dass damals auch der Ausdruck „information overload“ geprägt wurde,...