Wahrig Herkunftswörterbuch
Geruch
Die Redensart in keinem guten Geruch stehen „keinen guten Ruf haben“ wird unterschiedlich gedeutet. Während die einen in Geruch ein mit Gerücht verwandtes und zu Ruf gebildetes Wort erkennen, meinen andere, der Geruch trete in der Wendung als das auf, was wir heute darin sehen: etwas, was man mit der Nase wahrnehmen kann. Dieser Deutung zufolge liegt der Ursprung im Alten Testament. Dort heißt es im 2. Buch Mose, 5,21: „Der Herr sehe auf euch und richte es, daß ihr unsern Geruch habt stinkend gemacht vor Pharao und seinen Knechten [...].“ In Kapitel 29, Vers 18 wird beschrieben, welcher Geruch damit gemeint ist, nämlich der eines Brandopfers: „[Du sollst] den ganzen Widder anzünden auf dem Altar; denn es ist dem Herrn ein Brandopfer, ein süßer Geruch, ein Feuer des Herrn.“ Unzweifelhaft ist, dass die Wendung in der heutigen Bedeutung bereits im frühen 16. Jahrhundert literarisch belegt ist.
Wissenschaft
Immunzellen „Zusatz-Batterien“ verschafft
Der Kampf gegen Krebs kann sie schnell erschöpfen. Doch nun haben Forschende eine Möglichkeit entdeckt, T-Zellen entscheidend zu stärken, die bei Immuntherapien eingesetzt werden: Die Abwehrzellen können durch einen natürlichen Mechanismus mit mehr energieerzeugenden Mitochondrien ausgerüstet werden. Dabei übertragen...
Wissenschaft
Früher Fokus oder breite Bildung? Wie Menschen Spitzenleistungen erzielen
Die brillantesten Köpfe stechen selten schon in jungem Alter heraus. Wer bereits in früher Jugend als Wunderkind galt, gehört als Erwachsener meist nicht mehr zu den Besten seines Faches. Eine Studie zeigt nun, wie sich Exzellenz in verschiedenen Altersklassen entwickelt. Junge Ausnahmetalente – sei es in Sport, Musik oder...