Lexikon
Thyroxịn
[das; griechisch]
jodhaltiges Hormon der Schilddrüse, das auf Anregung durch das Thyreotropin des Hypophysenvorderlappens gebildet wird. Das Thyroxin ist eines der am längsten bekannten Hormone. Es steuert den Grundumsatz, indem es den Abbau von Kohlenhydraten und Fetten steigert. Therapeutisch verwendet man es daher bei krankhafter Fettsucht. Thyroxin ist ferner ein wichtiger Faktor für das normale Wachstum; bei Amphibien wirkt es beschleunigend auf die Metamorphose. Chemisch ist das Thyroxin eine jodierte Aminosäure; es entsteht in der Schilddrüse als Thyreoglobin, eine Verbindung von Eiweiß mit Thyroxin. Thyreoglobin hat keine Hormonwirkung; diese tritt erst auf, wenn Thyroxin vom Eiweiß abgespalten wird. Ein weiteres Schilddrüsenhormon, das sich in biologischen Testversuchen aktiver erwiesen hat als das Thyroxin, ist das Triiodthyronin.
Wissenschaft
Amputation sorgt doch nicht für Neuverknüpfung im Gehirn
Unser Gehirn verfügt über eine neuronale Karte unseres Körpers, wobei verschiedene Regionen den unterschiedlichen Körperteilen entsprechen. Doch was geschieht mit dieser Karte, wenn wir eine Gliedmaße verlieren? Bisherige Theorien gingen davon aus, dass sich nach einer Amputation auch die Karte im Gehirn verändert. Der Bereich,...
Wissenschaft
Moore fürs Klima
Intakte Moore binden Kohlendioxid – und sind damit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. von KLAUS JACOB Das Moor war über viele Jahrhunderte der Inbegriff für Abgeschiedenheit, Angst und Armut. Dort lauerte das Böse. Nur die ärmsten Menschen siedelten, wo nachts Irrlichter herumgeisterten und uralte Leichen ans Licht kamen. Wo...