Lexikon
alternatịve Lebensformen
menschliche Verhaltensweisen, Ziele und Organisationsformen des Zusammenlebens in westlichen Industriegesellschaften, die sich bewusst vom gegenwärtigen Lebensstil der Bevölkerungsmehrheit unterscheiden. Die vielfältigen Erscheinungsformen alternativer Lebensformen finden sich im ländlichen Bereich ebenso wie in den Städten; sie beschäftigen sich mit Warenproduktion, Dienstleistungen, sozialen oder kulturellen Aktivitäten. Zu ihnen zählen u. a. Landkommunen, Energie-Kollektive, Reparaturwerkstätten, Teestuben, Bioläden, alternative Schulen, Kinderbetreuungsstätten, Theatergruppen, Töpfereien, Stadtteilzeitungen oder Selbsthilfegruppen für Drogenabhängige. In ihrer Tätigkeit erschließen alternative Lebensformen weniger neue als vielmehr vorindustrielle Produktionsformen, die im Zeitalter industrieller Massenfertigung fast in Vergessenheit gerieten, so der biodynamische Landbau, die Wollverarbeitung oder auch die Nutzung von Wind und Sonne als natürliche Energiequellen und die Wiederentdeckung von Naturheilkundeverfahren. Hinzu kommt oft die Anknüpfung an nichtwestliche Kulturtraditionen und Erfahrungen, wie etwa Meditation oder Buddhismus.
Wissenschaft
Gehirn aus der Petrischale
Die Hirnforscher nutzen Organoide, um zumindest Teile der Entwicklung des Gehirns verfolgen zu können.
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Wissenschaft
Medizin nach Maß
Medikamente, die genau auf den Patienten und seine Erkrankung zugeschnitten sind: Was vor gut zehn Jahren eine Utopie war, beginnt sich heute zu etablieren – und wird die Medizin von morgen prägen. von CHRISTIAN JUNG Jedes Jahr erkrankt eine halbe Million Menschen hierzulande an Krebs. Etwa acht Millionen Diabetiker leben in...