Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Szene

Sze|ne
f.
1.
Bühne
2.
Schauplatz
3.
Teil eines Aktes, Auftritt;
in der dritten S.
4.
Vorgang, Anblick;
komische S.
5.
heftige Auseinandersetzung, Streit, Zank;
jmdm. eine S. machen
6.
Bereich, in dem etwas vorgeht;
Drogen~, Musik~; er ist in der S. gut bekannt
[über
lat.
scaena, scena
„Schauplatz, Bühne“, < 
griech.
skene
„Zelt, Hütte, Laube; Bühne“; die ersten Theatervorführungen sollen in Zelten stattgefunden haben]
Szene:
Die
Szene
stammt aus dem antiken Theater. Das Wort
skene
bedeutete „Zelt“, „Laube“, „Hütte“, „Bühne“. Die ersten Theateraufführungen sollen in Zelten stattgefunden haben, die später durch Steinbauten ersetzt wurden. Dort bezeichnete
skene
dann den Holzbau, der als Abschluss der Bühne diente und vor dem die Schauspieler auftraten. Von dem Gebäude wurde es auf den Schauplatz des Dramas übertragen und stand schließlich auch für die kleinste dramaturgische Einheit des Stücks. Das lateinische
scena
bedeutet „Schauplatz“ und „Bühne“ gleichermaßen.
Daraus entstanden eine ganze Reihe von Redensarten. Wer an den Ort der Handlung bzw. eines Ereignisses kommt,
betritt die Szene
und kann sich möglicherweise gut oder schlecht
in Szene setzen
. Eine theatralische Auseinandersetzung im täglichen Leben wird im übertragenen Sinn als
Szene
bezeichnet, die jemand macht.
Durch das Englische versteht man unter
Szene
auch eine Gruppe von Menschen in einem bestimmten gesellschaftlichen Umfeld.
Szene
bezeichnet dabei insgesamt die Strömungen, die in einem bestimmten Milieu auftreten. So spricht man beispielsweise von der
alternativen Szene,
zu der neben anderen die
Ökoszene
oder die
AntiAtomkraftSzene
zählen. Viele Städte haben Schwierigkeiten mit der
Drogenszene,
während die
Kulturszene
eher zu den tragenden Gesellschaftsschichten zählt. Die
Musikszene
kann lebendig, die
Theaterszene
anregend sein. Neueste Trends erfährt man womöglich in der
Partyszene.
Die
Szenegänger
treffen sich in
Szenekneipen
und sprechen gelegentlich
Szenejargon.
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