Lexikon

anaerọbe Atmung

[-a:e-; griechisch]
bei Bakterien vorkommender Stoffwechselprozess zur Energiegewinnung unter anaeroben Bedingungen, d. h. in Abwesenheit von Sauerstoff. Dabei wird der von Wasserstoffdonatoren (organisch oder anorganisch) abgespaltene Wasserstoff zur Reduktion von bestimmten Verbindungen (Wasserstoff- bzw. Elektronenakzeptoren) benutzt. Formal entspricht dieser Vorgang der Atmung mit Sauerstoff (= aerobe Atmung), bei der Sauerstoff der letzte Elektronenakzeptator einer Reaktionskette ist. Anaerobe Bakterien spielen sowohl im Naturhaushalt (Stoffkreisläufe) als auch in der gewerblichen Produktion (z. B. Essigsäureherstellung, Biogasbildung) eine bedeutende Rolle.
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