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Stefan, deutscher Schriftsteller, * 26. 6. 1906 Dhrönchen bei Breitwies, Landkreis Trier,  29. 6. 1970 Rom; Jesuitenzögling. Seine Erzählungen und Romane beschwören Konfliktsituationen, in denen die Protagonisten ihre Glaubenskraft unter Beweis stellen: „El Greco malt den Großinquisitor“ 1936; „Moselländische Novellen“ 1937; „Der Mann von Asteri“ 1939; „Wir sind Utopia“ 1943 (als Drama 1950); „Die Hochzeit der Feinde“ 1947; „Die Sintflut“ (Romantrilogie) 19491959; „Der Knabe im Brunnen“ 1953; „Die Reise nach Portiuncula“ 1954; „Der Taubenturm“ 1966; „Die Dumme“ 1969; „Die Versuchung des Synesios“ 1971.
Andres, Stefan
Stefan Andres
  • Erscheinungsjahr: 1943
  • Veröffentlicht: Deutsches Reich
  • Verfasser: Andres, Stefan
  • Deutscher Titel: Wir sind Utopia
  • Genre: Roman
Neben Franz Werfel, Rudolf Alexander Schröder, Reinhold Schneider und Gertrud Freiin von Le Fort zählt Stefan Andres (* 1906,  1970) zu jenen deutschsprachigen Autoren, die seit dem Ende der 1920er Jahre den Weg zu religiös motivierter Verinnerlichung beschritten haben. In dem Roman »Wir sind Utopia«, der beim Verlag Riemerschmidt in Berlin erschien, ist die Verwirklichung einer Utopie der konfessionellen Toleranz und einer gerechten Gesellschaftsordnung nicht Sache der Außenwelt, sondern der Gesinnung. Der ehemalige Mönch und Priester Paco, der auf Seiten der Faschisten im Spanischen Bürgerkrieg kämpft, kommt als Gefangener in das Kloster zurück, das er vor 20 Jahren verlassen hat, um seine Utopie von Toleranz und gerechter Gesellschaft zu verwirklichen. Der »rote« Leutnant, in dessen Gefangenschaft sich Paco befindet und der die Insassen des Klosters brutal ermorden ließ, will bei Paco beichten. Paco hat ein Messer in der Tasche, mit dem er den Leutnant töten und so seinen 200 Mitgefangenen die Flucht ermöglichen könnte. Doch in Paco siegt der Priester: Er stirbt unter den Maschinengewehrgarben der »Roten« zusammen mit seinen Mitgefangenen, denen er die Absolution erteilt hat.
Archäologen, Archäologie, Ausgrabungen
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