Lexikon
Argentinien
Aufstieg Peróns
Die politischen und sozialen Verhältnisse blieben instabil. 1943 etablierte sich eine Militärdiktatur. Die Militärs ernannten Juan Domingo Perón zum Arbeits- und Sozialminister. Im 2. Weltkrieg blieb das Land zunächst neutral; es weigerte sich, die diplomatischen Beziehungen zu Nazi-Deutschland und seinen Verbündeten abzubrechen. Erst kurz vor Kriegsende unterstützte Argentinien auf Druck der USA die Alliierten. Peróns Sozialpolitik zu Gunsten der Arbeiter und der besitzlosen Schichten (Descamisados, „Ohnehemden“) brachten ihm Sympathie ein. 1946 wählte das Volk Perón zum Präsidenten (erneut 1948 und 1951). Er führte, zusammen mit seiner Gattin Eva (Evita) Perón wirtschaftliche und soziale Reformen durch, die jedoch an der falschen Einschätzung der ökonomischen Möglichkeiten Argentiniens scheiterten. 1955 wurde Perón durch einen Militärputsch gestürzt.
In der folgenden Periode war das Militär die bestimmende Kraft. Die peronistische Bewegung blieb aber ein wichtiger politischer Faktor, vor allem in den Gewerkschaften. Die 1973 vom Militär zugelassenen Wahlen gewann der Peronist H. Cámpora, der nach wenigen Wochen zurücktrat, um Neuwahlen zu ermöglichen. In diesen siegte der aus dem Exil zurückgekehrte Perón; er wurde erneut Staatspräsident.
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