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Großbritannien im Falklandkrieg

Eine Welle des Patriotismus geht durch das Land

Die britische Regierung wird von der argentinischen Eroberung der Falklands unvorbereitet getroffen. Noch im März waren Meldungen über eine bevorstehende Invasion zurückgewiesen worden.

Außenminister Lord Peter Carrington zieht nach der Besetzung die Konsequenzen aus dieser Fehleinschätzung und tritt am 5. April zurück. Zu seinem Nachfolger wird der Führer der Konservativen im Parlament, Francis Pym, berufen.

Die Besetzung der Falklands durch die Argentinier weckt in Großbritannien unerwartet starke patriotische Gefühle. Die Rückeroberung der fernen Inseln wird zu einer nationalen Frage erhoben. Premierministerin Thatcher sieht in dem Militäreinsatz offenbar eine Chance, das internationale Ansehen ihres Landes zu stärken. Zugleich bietet auch ihr der Falklandkrieg die Möglichkeit, mit einem außenpolitischen Erfolg die Probleme im Innern in den Hintergrund zu drängen. Bei Gemeindewahlen in Schottland und England zeigt sich denn auch, dass die Konservativen nach dem militärischen Erfolg an Sympathien gewinnen.

aus der wissen.de-Redaktion; Quelle Chronik Verlag
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