Lexikon

Argentinien

Militärdiktatur

Nach Peróns Tod 1974 übernahm seine dritte Frau, Isabel Perón, das Präsidentenamt. Es gelang ihr nicht, die peronistische Bewegung zusammenzuhalten und den zunehmenden Terrorismus rechts- und linksextremer Gruppen (Stadtguerilla) einzudämmen. 1976 wurde sie vom Militär gestürzt. Erklärtes Ziel des Militärregimes war die Vernichtung der Stadtguerilla und die Schaffung eines marktwirtschaftlichen Systems. Diese Politik wurde mit einer für Argentinien beispiellosen Härte und mit schweren Menschenrechtsverletzungen verfolgt. Es gelang den Militärs jedoch nicht, die zerrüttete Wirtschaft zu sanieren und die Verschlechterung des allgemeinen Lebensstandards zu verhindern. An der Spitze der Militärjunta standen nacheinander die Generale J. Videla (1976–1981), R. Viola (1981/82) und L. Galtieri (1982). Galtieri musste nach der argentinischen Niederlage im Falklandkonflikt zurücktreten und den Weg für demokratische Reformen freigeben.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Das zentrale Tiefland – mal amphibisch feucht, mal trockenes Grasland
    2. Die eintönigen Ebenen Patagoniens
    3. Die mächtigen Vulkankegel der Anden
    4. Klimatische Gegensätze
  3. Bevölkerung
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Traditionell bedeutende Landwirtschaft
    2. Industrie mit hohen Wachstumsraten
    3. Wichtige Devisen durch den Tourismus
    4. Ungleichmäßige Verkehrserschließung
  7. Geschichte
    1. Kolonialzeit
    2. Schwierige Staatsbildung
    3. Einwanderung und Wirtschaftsaufschwung
    4. Aufstieg Peróns
    5. Militärdiktatur
    6. Die neue Demokratie
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