Lexikon
Argentinien
Militärdiktatur
Nach Peróns Tod 1974 übernahm seine dritte Frau, Isabel Perón, das Präsidentenamt. Es gelang ihr nicht, die peronistische Bewegung zusammenzuhalten und den zunehmenden Terrorismus rechts- und linksextremer Gruppen (Stadtguerilla) einzudämmen. 1976 wurde sie vom Militär gestürzt. Erklärtes Ziel des Militärregimes war die Vernichtung der Stadtguerilla und die Schaffung eines marktwirtschaftlichen Systems. Diese Politik wurde mit einer für Argentinien beispiellosen Härte und mit schweren Menschenrechtsverletzungen verfolgt. Es gelang den Militärs jedoch nicht, die zerrüttete Wirtschaft zu sanieren und die Verschlechterung des allgemeinen Lebensstandards zu verhindern. An der Spitze der Militärjunta standen nacheinander die Generale J. Videla (1976–1981), R. Viola (1981/82) und L. Galtieri (1982). Galtieri musste nach der argentinischen Niederlage im Falklandkonflikt zurücktreten und den Weg für demokratische Reformen freigeben.
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