Lexikon
atomạres Gleichgewicht
in der Zeit des Wettrüstens angestrebte Größengleichheit des Kernwaffenpotenzials der beiden gegnerischen Mächte USA und der UdSSR, die veranlassen sollte, dass keine Seite aus dem Vergleich der Waffen zu Friedenszeiten einen politischen Vorteil erreichen konnte. Voraussetzung war eine gegenseitige Überprüfbarkeit der Atomwaffenpotenziale (Rüstungskontrolle, SALT-Abkommen).
Dieses „Gleichgewicht des Schreckens“ wurde zunehmend in Frage gestellt durch den finanziellen Aufwand für die Bereitstellung weiterer „Overkill-Kapazitäten“ und Tendenzen zu einer mehr pazifistisch orientierten Friedenssicherung in der Bevölkerung (Friedensbewegung). Die enormen Kosten des Wettrüstens trugen wesentlich zum Zerfall der UdSSR bei.
Wissenschaft
Magnonen, Ionen und künstliche Synapsen
Wenn zum Rechnen nicht mehr Elektronen durch Chips fließen, sondern Materialien selbst die nötigen Aufgaben bewältigen, führt der Weg zum neuromorphen Computer. von KAI DÜRFELD Ionen wandern durch winzige Käfige, bleiben hängen, lösen sich wieder und hinterlassen Spuren. Auf diese Weise entsteht Gedächtnis aus Materie. Das...
Wissenschaft
Stacheliger Urahn der Weichtiere
Den Vorfahren von Auster, Weinbergschnecke und Co. auf der Spur: Forschende haben einen urtümlichen Vertreter der Weichtiere entdeckt, der Licht auf die Evolutionsgeschichte dieses heute artenreichen Tierstamms wirft. Die über eine halbe Milliarde Jahre alten Fossilien von Shishania aculeata legen nahe, dass die Mollusken aus...
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