Lexikon
Barlach, Ernst: Der gestohlene Mond
- Erscheinungsjahr: 1948
- Veröffentlicht: Deutschland
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Der gestohlene Mond
- Genre: Romanfragment
Zehn Jahre nach dem Tod des deutschen Bildhauers, Grafikers und Dichters Ernst Barlach (* 1870, † 1938) erscheint beim Suhrkamp-Verlag in Frankfurt am Main das nach der Handschrift Barlachs von Friedrich Droß herausgegebene Romanfragment »Der gestohlene Mond«. Es ist das letzte literarische Werk Barlachs, verfasst in den Jahren 1936/37, als der Künstler als »entartet« verfemt war. Barlach stellt hier in Jean-Paulscher Gedankenfülle das dialektische Verhältnis zwischen Gut und Böse am Beispiel der Freund/Feinde Wau und Wahl dar. Wie in der Natur Licht und Schatten und in der Welt der Bibel Gott und Satan einander bedingen, so sei auch der Mensch widersprüchlich. Symbol der Verfinsterung durch das Böse ist das Verschwinden des Mondes, den der Satan gestohlen hat.
Wissenschaft
Gehirn aus der Petrischale
In der Hirnforschung gibt es ein molekulares Werkzeug, mit dem Forschende zumindest Teile der Entwicklung des Gehirns verfolgen können. Sie überwinden immer mehr Schwächen dieser Organoide. von RAINER KURLEMANN Das Gehirn eines Embryos ist ein empfindliches Organ. Die Wissenschaft kann es nicht untersuchen, weil die Forschung dem...
Wissenschaft
Kartoffelfäule-Erreger kam aus den Anden
Ab 1845 sorgte die Kartoffelfäule in Irland für verheerende Ernteausfälle und löste eine Hungersnot aus, die mehr als eine Million Menschen das Leben kostete. Doch woher kam der Erreger ursprünglich? Umfassende genetische Analysen verorten die Ursprünge des verantwortlichen Erregers Phytophthora infestans nun in den...