Lexikon
Barlach, Ernst: Der gestohlene Mond
- Erscheinungsjahr: 1948
- Veröffentlicht: Deutschland
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Der gestohlene Mond
- Genre: Romanfragment
Zehn Jahre nach dem Tod des deutschen Bildhauers, Grafikers und Dichters Ernst Barlach (* 1870, † 1938) erscheint beim Suhrkamp-Verlag in Frankfurt am Main das nach der Handschrift Barlachs von Friedrich Droß herausgegebene Romanfragment »Der gestohlene Mond«. Es ist das letzte literarische Werk Barlachs, verfasst in den Jahren 1936/37, als der Künstler als »entartet« verfemt war. Barlach stellt hier in Jean-Paulscher Gedankenfülle das dialektische Verhältnis zwischen Gut und Böse am Beispiel der Freund/Feinde Wau und Wahl dar. Wie in der Natur Licht und Schatten und in der Welt der Bibel Gott und Satan einander bedingen, so sei auch der Mensch widersprüchlich. Symbol der Verfinsterung durch das Böse ist das Verschwinden des Mondes, den der Satan gestohlen hat.
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