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LEXIKON

Brneo

Kalimantan
die größte der südostasiatischen Inseln, drittgrößte Insel der Welt, 746 950 km2. Borneo ist wenig gegliedert, mit fast radial angeordneten Flüssen und Gebirgszügen, hat dazwischen breite Senkungsfelder mit fruchtbaren, dicht besiedelten Schwemmlandebenen; Mangrovedickichte an den Küsten, feuchtheiße Urwälder im Innern, aus denen nur der 4101 m hohe granitische Berg Kinabalu herausragt. 1982/1983 und 1997 wurde die Insel von verheerenden Waldbränden heimgesucht. Borneo ist ein wirtschaftlich wenig erschlossenes, zukunftsreiches Land: zahlreiche Bodenschätze (Gold, Diamanten, Silber, Platin, Kupfer, Eisen, Quecksilber, Zinn, Blei, Zink, Mangan); bisher nur Erdöl (im Norden und Osten) und Steinkohle (im Südosten) abgebaut; Anbau von Reis, Zuckerrohr, Baumwolle, Kautschuk, Tabak, Kokos- und Sagopalmen; über 15 Mio. Einwohner, meist Dajak, Malaien und Chinesen. Verkehrsmäßig ist der größere Südteil Borneos noch unerschlossen. Für den Luftverkehr stehen an fast allen Küstenhäfen Flugplätze zur Verfügung.
Vom Nordsektor (früher Britisch-Borneo) fielen die seit dem 19. Jahrhundert britischen Kronkolonien Sarawak und Sabah 1963 an Malaysia, während das kleinere Brunei britisches Protektorat blieb (bis Ende 1983; seit 1984 unabhängig). Der umfangreiche Süden Borneos (539 460 km2 mit 5 Mio. Einwohnern) gehört zur Republik Indonesien (Provinz Kalimantan).
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