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BILDWB

Gibt es bei den Schmetterlingen »Spinner« und »Spanner«?

Ja. Die Spinner gehören zu unterschiedlichen Schmetterlingsfamilien, während die Spanner eine eigene Familie bilden.

Alle Spinner zeichnen sich vor allem durch die kunstvollen Gebilde aus, in die sich die Raupen bei ihrer Verpuppung einweben. Neben den Assel- und Trägspinnern, Zahn- und Prozessionsspinnern sowie den Echten Spinnern zählen die Augenspinner (Familie Saturniidae) dazu, die uns vor allem durch das Kleine Nachtpfauenauge (Eudia pavonia) vertraut sind. Wie die Tagpfauenaugen tragen sie auf jedem Flügel ein Auge. Die anfangs schwarzen und geselligen, später grasgrünen und solitär lebenden Raupen verpuppen sich in birnenförmigen Kokons, die mit einer Ausschlupfreuse aus elastischen Fäden versehen sind, durch die zwar der Schmetterling hinaus-, aber kein Feind hineingelangen kann.

Die Spanner oder Geometridae (»Landvermesser«) sind mit rund 15 000 Arten eine der größten Schmetterlingsfamilien. Sie verdanken ihren Familiennamen der charakteristischen Fortbewegung ihrer Raupen, die außer den drei Brustbeinpaaren nur zwei Beinpaare am Ende des Hinterleibs haben: die Bauchbeine und die sog. Nachschieber. Diese lösen sie zunächst vom Boden und ziehen sie dicht an die Brustbeine heran, dann heben sie die Brustbeine vom Boden ab, strecken ihr Vorderende weit nach vorne und setzen die Brustbeine wieder auf. Oft sind die Raupen holzfarben und mit kleinen, wie Blattknospen wirkenden Warzen überzogen. Wenn sie in gestreckter Haltung, nur mit den Bauchbeinen und Nachschiebern an den Untergrund geklammert, völlig bewegungslos verharren, wirken sie ganz wie ein Zweig.

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