Lexikon
Bụddha
[sanskritisch, der Erleuchtete]
geistlicher Titel des Begründers des Buddhismus; eigentlich Siddharta mit dem Beinamen Gotama (Gautama), aus dem Adelsgeschlecht der Sakya, deshalb auch Sakyamuni („der Weise aus dem Sakya-Geschlecht“), * 560 v. Chr. Kapilavatsu, † um 480 v. Chr. Kusinara (nach anderen Überlieferungen † um 540 oder 370 v. Chr.). Als Erfüller einer heilsgeschichtlichen Aufgabe heißt er Tathagata; er wurde auch Bhagavan („der Erhabene“) und Jina („Sieger“) genannt. Der Bodhisattva, das ist der spätere Buddha, verließ auf der Suche nach der Erlösung im Alter von 29 Jahren Haus und Familie. (Seine Gattin Yasodhara und sein Sohn Rahula wurden später in den buddhistischen Mönchsorden aufgenommen.) Nach Jahren vergeblicher extremer Askese entdeckte er, unter dem Bodhi-Baum von Bodh Gaya sitzend, den „mittleren Weg“ zur erlösenden Erkenntnis (bodhi), durch die er zum Buddha wurde. Danach zog er als wandernder philosophischer Lehrer durch Nordindien und gründete den Sangha (buddhistischer Mönchs- und Nonnenorden). Im Alter von 80 Jahren starb er („ging ins Parinirwana ein“). Der historische Lebenslauf des Buddha wurde später durch Legenden und Mythen erweitert und überlagert.
Buddha
Buddha
Buddhafigur
© wissenmedia/Rita Reiser
Die Weisheit des Buddha
Die Weisheit des Buddha
In Indien wirkte bis 479 v. Chr. Gautama Siddharta Buddha, der die Weltreligion des Buddhismus stiftete. Er predigte ein Leben in Geduld und Enthaltsamkeit, um göttliche Erleuchtung zu finden:
Der Buddha spricht:
Höret auf mich, ihr Mönche, ich will euch verkünden das strenge Gebot, das ihr alle einhalten sollet. Diesen für Weltentsagende angemessene Lebensweg verfolge der Verständige, der bedacht ist auf das, was frommt ... Aber auch, wie des Hausvaters Lebensweise sein soll, will ich euch verkündigen, durch welches Handeln der Laien-Anhänger gut wird; denn ihm, der Weib und Kind hat, bleibt die ganze Befolgung der Mönchsgebote unerreichbar.
Ein lebendes Wesen soll er weder töten noch töten lassen, noch billigen, dass andere es töten; fern soll er sich halten von Gewalttätigkeit gegenüber allen Wesen, sei es Pflanze, Tier oder Mensch. Ferner vermeide es der Jünger, wissentlich irgendwo irgendetwas zu nehmen, was ihm nicht gegeben wird, noch lasse er es nehmen, noch billige er, dass andere es nehmen.
Unkeuschheit vermeide der Verständige wie eine mit glühenden Kohlen gefüllte Grube. Wenn er aber zu einem vollständig keuschen Leben nicht fähig ist, so vergehe er sich nicht gegen das Weib eines anderen.
Sei es im Gerichtshof, sei es in der Versammlung, nie soll einer den anderen belügen lassen, noch billigen, dass andere lügen; er vermeide jegliche Unwahrheit.
Und der Hausvater, der an dieser unserer Lehre Gefallen gefunden, gebe sich nicht mit berauschendem Getränke ab, lasse es nicht trinken und billige nicht, dass andere es trinken, weil er erkennt, dass es zur Geistesverwirrung führt."
Der Buddha hat keine eigenen Schriften hinterlassen. Seine Lehrreden erhielten nach längerer mündlicher und schriftlicher Überlieferung erst im 1. Jahrhundert v. Chr. im Tripitaka ihre kanonische Form.
Buddhismus: Ausbreitung
Ausbreitung des Buddhismus
© wissenmedia
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