Lexikon
dänische Kunst
Malerei
Die Frühgeschichte der dänischen Malerei lässt sich an den in zahlreichen Kirchen erhaltenen romanischen und gotischen Wand- und Deckenbildern (Kalkmalereien) rekonstruieren. Auffallendstes Merkmal der Werke des Mittelalters ist ihre expressive Stilisierung. Letzte bedeutende Beispiele der vorreformatorischen dänischen Freskenkunst sind die Malereien im Dom von Århus.
Erst die dänischen Klassizisten N. A. Abildgaard, J. Juel und C. V. Eckersberg legten den Grundstein zu einer nationalen, wenngleich von ausländischen Vorbildern nicht ganz unabhängigen Malerei. J. T. Lundebye, P. C. Skovgaard und J. V. Sonne vertraten eine mehr romantisch gefärbte Richtung.
Mit dem in Paris ausgebildeten T. E. Philipsen hielt der Impressionismus seinen Einzug in die dänische Malerei. Die abstrakte Richtung der dänischen Gegenwartsmalerei, begründet durch die 1949 entstandene Gruppe Cobra, vertreten am konsequentesten A. O. Jorn und R. Mortensen. Die 1980er Jahre wurden in Dänemark von einer sinnlich gestischen Malerei bestimmt. In den 1990er Jahren vermittelten Maler und Bildhauer durch Installationen neue Ausdrucksformen, die die Kunstbegriffe Skulptur und Malerei erweiterten. Der zweimalige documenta-Teilnehmer Per Kirkeby gehört mit seinen neoexpressionistischen Bildern zur internationalen Kunstszene; ebenso der Objektkünstler Olafur Eliasson (* 1967) mit Installationen u. a. aus Licht und Wasser.
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