Lexikon
Demokratisierung
die Durchsetzung demokrat. Grundsätze u. Verfahren der Willensbildung im Staat, im öffentl. Leben u. in allen gesellschaftl. Bereichen. Ziel der D. soll die Verringerung von Herrschaft sein, d. h. der Abbau von hierarchischen Leitungsformen u. überkommenen Amtsautoritäten zugunsten rational legitimierter Sach- u. Leistungsautoritäten. An Entscheidungen sollen möglichst viele der von ihnen Betroffenen beteiligt werden (Bürgerbeteiligung, Mitbestimmung). Über den wünschenswerten Umfang der D. (z. B. in der Wirtschaft u. im Bildungswesen) gibt es unter ihren Verfechtern weit auseinander gehende Meinungen. In der BR Dtschld. erklärte die SPD/FDP-Regierung unter W. Brandt 1969 die D. zu einer ihrer Hauptaufgaben („Mehr Demokratie wagen“). Zahlreiche Reformen im Sinne einer D. wurden eingeleitet, doch entsprachen die Ergebnisse nicht allen in dieses Programm gesetzten Erwartungen.
U. von Alemann (Hrsg.), Partizipation – D. – Mitbestimmung. 21978. – K. R. Allerbeck, D. u. sozialer Wandel in der BR Dtschld. 1976. – M. Greiffenhagen (Hrsg.), D. in Staat u. Gesellschaft. 1973. – W. Hennis, Die mißverstandene Demokratie. 1973. – K. O. Hondrich, D. u. Leistungsgesellschaft. 1972. – U. Lohmar, D. in Deutschland. 1969. – F. Vilmar, Strategien der D. 2 Bde. 1973.
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