Lexikon
Der Mann, der zu viel wusste
- Deutscher Titel: Der Mann, der zu viel wusste
- Original-Titel: THE MAN WHO KNEW TOO MUCH
- Land: USA
- Jahr: 1956
- Regie: Alfred Hitchcock
- Drehbuch: John Michael Hayes, nach einer Erzählung von Charles Bennett und D. B. Wyndham-Lewis
- Kamera: Robert Burks
- Schauspieler: James Stewart, Doris Day, Brenda de Banzie
- Auszeichnungen: Oscar 1957 für Filmsong
Alfred Hitchcock dreht mit »Der Mann der zu viel wusste« ein gleichnamiges Remake seines Films von 1934, (mit Leslie Banks und Edna Best in den Hauptrollen). Obwohl schon das Original bemerkenswert war, steht das Remake ihm in nichts nach. Ganz im Gegenteil gelingen Hitchcock auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens in den USA die Spannungselemente in noch größerer Perfektion als 1934.
Eine englische Touristenfamilie wird in Marrakesch Zeuge eines Mordes auf offener Straße. Bevor das Opfer stirbt, vertraut es dem Mann (James Stewart) an, dass ein ausländischer Botschafter bei einem Konzertbesuch in London ermordet werden soll. Hinter dem Plan steht ein Agentenring, der das Kind der Familie kidnappt, um die Touristen zum Schweigen zu bringen. Das Ehepaar folgt den Spuren der Gangster bis nach London.
Dort suchen sie die Veranstaltungshalle auf, in der sich auch der Botschafter befindet. Während des Konzertes soll der einzige Beckenschlag in dem Musikstück den Schuss auf den Botschafter übertönen. Doch die Frau (Doris Day) sieht den Revolver, stößt einen Schrei aus und verhindert den Mord. Die Agenten werden festgenommen, das Kind wird befreit.
Spannungshöhepunkt des Films ist die Konzertszene, in der die Kamera zwischen den Noten des Musikstücks und dem auf seinen Einsatz wartenden Beckenspieler hin- und herfährt. Der Filmsong »Que sera« (gesungen von Doris Day), der zur Auffindung des Kindes beiträgt, entwickelt sich rasch zu einem Evergreen.
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