Lexikon
Der Traum des Osman
Osman Ghazi ... überkam der Schlaf, und er legte sich hin und schlief ein. Da hatte er einen Traum. Es lebte nämlich unter ihnen ein heiliger Scheich der schon manches Wunder bewirkt hatte und dem das ganze Volk treu ergeben war. Man nannte ihn einen Derwisch, jedoch trug er das Derwischtum in seinem Innersten verborgen; er war reich an irdischen Gütern ... und Viehherden, hatte Schüler und war ein hoch gelehrter Mann. Sein Gästehaus stand niemals leer, und auch Osman Gazi pflegte des Öfteren zu kommen und bei diesem Heiligen als Gast zu weilen.
Wie Osman also schlief, da träumte er, aus der Brust dieses Heiligen steige ein Mond auf, komme zu Osman Ghazi und senke sich in seine Brust. Und im Augenblick, da dieser Mond in Osman Ghazis Brust versank, wuchs aus seinem Nabel ein Baum empor, dessen Schatten über die ganze Welt reichte. Und in seinem Schatten lagen Berge, und am Fuß jedes Berges entsprangen Flüsse, und die Menschen tranken von diesen Flüssen oder bewässerten Gärten oder speisten Brunnen.
Als Osman Ghazi ... erwacht war, ritt er zum Scheich und berichtete ihm seinen Traum. Der Scheich sprach 〉Heil dir, mein Sohn Osman - Allah der Erhabene hat dir und deinem Geschlechte Herrschertum zugedacht! Gesegnet sei es euch! Und meine Tochter Malhun ist dir zum Weibe bestimmt.〈 Und sogleich vollzog er die Trauung und gab dem Osman Ghazi seine Tochter zur Ehe."
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