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LEXIKON

Die letzte Brücke

  • Deutscher Titel: Die letzte Brücke
  • Original-Titel: DIE LETZTE BRÜCKE
  • Land: Österreich
  • Jahr: 1954
  • Regie: Helmut Käutner
  • Drehbuch: Helmut Käutner, Norbert Kunze
  • Kamera: Elio Carniel
  • Schauspieler: Maria Schell, Bernhard Wicki, Barbara Rütting, Carl Möhner
  • Auszeichnungen: Filmfestspiele Cannes 1954 für Film (Internationaler Preis)
Mit dem Anti-Kriegsfilm »Die letzte Brücke« feiert der Regisseur Helmut Käutner nach vielen Misserfolgen ein erfolgreiches Come-back. Es ist einer der wenigen anspruchsvollen deutschsprachigen Filme der Zeit. Kinderärztin Helga Reinbek (Maria Schell) arbeitet 1943 in Jugoslawien für das Rote Kreuz. Dabei wird sie eines Tages von Partisanen entführt, denen sie medizinische Hilfe leisten soll. Zunächst tut sie dies nur widerwillig, bis sie erkennt, dass die Partisanen menschlich sind und im Einsatz für ihre Ziele fast heldenhafte Züge tragen. Schließlich bleibt sie freiwillig bei ihnen. Bei ihrem Versuch, Medikamente im Feindeslager weiterzuleiten, wird sie auf einer Brücke zwischen den Fronten erschossen.
Käutners Film gilt als wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung. Die Inszenierung wird zwar stellenweise als zu rührselig bezeichnet, jedoch wirkt die Handlung des Films in ihrer realistischen, unpathetischen Gestaltung glaubwürdig. Maria Schell erhält nach dieser überzeugenden Darstellung Angebote für ernste Rollen in internationalen Produktionen.
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