Lexikon
Ecstasy
[
ˈɛkstəzi
]meist in Tablettenform angebotene Partydroge, die aus künstlich hergestellten Amphetaminderivaten (Designerdrogen), ursprünglich aus 3,4-Methylendioxy-N-methamphetamin (Abkürzung MDMA), mittlerweile aber oft aus verschiedenen geringfügig voneinander abweichenden Substanzen besteht. Ecstasy verbreitete sich in Deutschland zu Beginn der 1990er Jahre mit dem Aufkommen der Techno-Partys. Es gehört zu den sog. Entaktogenen und fördert die Ausschüttung des Botenstoffs Serotonin im Gehirn. Es wirkt stimulierend, aufputschend, kommunikations- und kontaktfördernd. Empfindungen wie Hunger, Durst und Müdigkeit werden unterdrückt. Als Nebenwirkungen kommt es kurzfristig zu einem Anstieg von Herzfrequenz, Blutdruck und Körpertemperatur, begünstigt durch exzessives Tanzen und zu wenig Trinken, zu Mundtrockenheit und als Nachwirkung zu Schlafstörungen und Depressivität. Eine Gefahr ist die unbekannte Konzentration der Droge und die Kombination mit Alkohol, am gefährlichsten ist aber die Überhitzung, die u. U. zu Organversagen führen kann. Ecstasy macht zwar nicht körperlich abhängig, hat aber ein psychisches Abhängigkeitspotenzial. MDMA unterliegt seit 1986 dem Betäubungsmittelgesetz und ist seitdem verboten.
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