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LEXIKON

Europạ̈isches System der Zentralbanken

ESZB
Zentralbankensystem der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (WWU); das ESZB, das mit Beginn der dritten Stufe der WWU (seit 1. 1. 1999) seine Tätigkeit aufgenommen hat, besteht aus der Europäischen Zentralbank (EZB) und den Zentralbanken der Mitgliedstaaten der WWU. Die nationalen Zentralbanken handeln seit Gründung des ESZB nach den Richtlinien und Weisungen der EZB. Das ESZB ist vorrangig dem Ziel der Preisstabilität verpflichtet. Nur soweit dies ohne Beeinträchtigung des Stabilitätsauftrags möglich ist, unterstützt das ESZB die allgemeine Wirtschaftspolitik der Union.
Das ESZB kann 1. in Ausführung der zur Sicherung einer inflationsfreien Geld- und Kreditversorgung der Union beschlossenen Geldpolitik die als geeignet erscheinenden geldpolitischen Instrumente anwenden (Mindestreserven, Offenmarkt- und Kreditgeschäfte mit Geschäftsbanken); 2. zur Sicherung eines reibungslosen Clearing- und Zahlungsverkehrs in der Union und im Verkehr mit Drittländern geeignete Einrichtungen zur Verfügung stellen; 3. als sog. Fiscal Agent für öffentliche Einrichtungen tätig werden; 4. Devisen- und Edelmetallgeschäfte per Kasse oder Termin tätigen; 5. Bankgeschäfte im Verkehr mit Drittländern und internationalen Organisationen ausführen; 6. die offiziellen Währungsreserven der Mitgliedstaaten halten und verwalten.
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