Lexikon
Feldtheorien
Physik
Sammelbezeichnung für die in der Physik unternommenen Überlegungen, die von einem beliebigen Feld ausgehenden Erscheinungen durch mathematischen Formeln einheitlich und umfassend darzustellen. Eine wichtige Rolle bei diesen Überlegungen spielt jeweils die Annahme von Feldquanten, bei denen es sich um die kleinsten, einem Feld zugeordneten Teilchen als Träger der Feldenergie handelt; so spricht man z. B. von Gravitonen als den Feldquanten des Gravitationsfeldes oder von den Photonen als den Quanten des elektromagnetischen Feldes. Neben dieser allgemeinen Feldtheorie unterscheidet man folgende spezielle Feldtheorien:
1. Nahewirkungstheorie, die davon ausgeht, dass Wirkungen zwischen zwei Körpern durch ein Kraftfeld (z. B. elektormagnetisches Feld, Gravitationsfeld) vermittelt werden, das sich als eine „Störung“ des Raumes wellenförmig von einem Erregungszentrum ausbreitet; diese Theorie, die in ihren Anfängen auf M. Faraday und J. Maxwell zurückgeht, hat die Annahme einer Fernwirkung abgelöst.
2. Feldwirkung der Elementarteilchen, eine von W. Heisenberg aufgestellte Theorie, mit der die Vielfalt der Elementarteilchen und ihre gegenseitigen Umwandlungen durch ein mathematisches Modell erfasst werden sollen; die Theorie ist experimentell noch nicht völlig bestätigt (Große Vereinigung).
3. einheitliche Feldtheorie, der bereits von A. Einstein unternommene Versuch, aus seiner allgemeinen Relativitätstheorie, die zunächst nur eine Feldtheorie des Gravitationsfeldes liefert, auch eine elektromagnetische Feldtheorie zu entwickeln; diese Bemühungen um eine „Weltformel“ führten trotz Weiterentwicklung durch Heisenberg noch zu keinem endgültigen Ergebnis. Wechselwirkungen.
Wissenschaft
Unscharf, aber stabil
Wie Heisenbergs Unbestimmtheitsrelation die Quantenwelt erklärt. von RÜDIGER VAAS Es gibt auf der Welt echten Zufall – eine objektive Unbestimmtheit, nicht nur eine subjektive Unkenntnis“, bringt der Physiker Helmut Fink die vielleicht tiefgreifendste Schlussfolgerung aus der revolutionären Quantenphysik auf den Punkt. „...
Wissenschaft
Vom Winde verweht
Viele Lebewesen nutzen die Atmosphäre, um ihre Keimzellen auszutauschen oder ihre Nachkommen auf die Suche nach neuen Lebensräumen zu schicken. Umherfliegende Pollen, Sporen und Samen leisten ihnen dabei wertvolle Unterstützung. Von THOMAS ZAUNER An manch schönem Frühlingstag ziehen ganze Schwaden Pollen umher. Sie sinken als...