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Gottesbild

Götterbild
in der christlichen Religion personen- oder symbolhafte Darstellung Gottes oder der Trinität Gott-Vater, Jesus Christus und Heiliger Geist. Das jüdische Gebot, sich kein Bildnis von Gott zu machen (Exodus 20,4), führte seit der Alten Kirche bis ins Mittelalter zu einer Vielzahl symbolischer Darstellungen Gottes auf Fresken, Bildern, Reliefs und Mosaiken: Gott als Hirte oder als Hand, Christus als Pelikan, der Heilige Geist als Taube. Das Dreieck oft mit einem Auge im Inneren gilt ebenfalls als Gottesbild, ebenso das Zeichen „A und O“ für Anfang und Ende (Α und Ω, Alpha und Omega, erster und letzter Buchstabe des griechischen Alphabets) sowie das griechische Christusmonogramm Chi-Rho (ΧΡ). Schon früh werden die drei engelgleichen Männer, die Abraham erscheinen (Genesis 18,2), zum Bild für die Dreifaltigkeit Gottes. Seit dem Mittelalter finden sich personhafte Darstellungen Gottes etwa bei Michelangelo (Sixtinische Kapelle, Rom) oder in der Darstellung des auf dem Gnadenthron sitzenden Gottes, der Christus und eine Taube in den Händen hält. Die moderne Kunst verzichtet auf solche naturalistischen Darstellungen und kehrt zunehmend zu symbolhaften Bildern zurück (J. Beuys).
Der Islam lehnt Gottesbilddarstellungen in der Moschee ab, während Hinduismus und Buddhismus sehr bilderfreundlich sind. In den meisten Religionen des Altertums war die Götterdarstellung ebenfalls üblich.
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