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LEXIKON

Heinrich der Löwe

Heinrich der Löwe
Heinrich der Löwe
Herzog von Sachsen 11421180 und von Bayern seit 1156, * wohl 1129/30,  6. 8. 1195 Braunschweig; Sohn von Herzog Heinrich X. von Bayern und Sachsen; erhielt von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, der damit den staufisch-welfischen Gegensatz beseitigen wollte, 1156 das Herzogtum Bayern zurück, unter Verzicht auf die Mark Österreich, die zum Herzogtum erhoben wurde. Die Folge war eine Periode gegenseitiger Unterstützung des Kaisers und des mächtigsten Herzogs des Reiches. Heinrich der Löwe förderte die Ostsiedlung und den Handel im Ostseeraum, errichtete die Bistümer Ratzeburg, Oldenburg und Mecklenburg neu und förderte die Städte (Gründung Münchens und Schwerins, Neugründung Lübecks, Erweiterung Braunschweigs).
Die Weigerung Heinrichs des Löwen, den Kaiser 1176 in Oberitalien militärisch zu unterstützen (Sieg der Lombarden bei Legnano 1176), erneuerte den welfisch-staufischen Konflikt und führte zu seinem Sturz. In land- und lehnsrechtlichen Prozessen 1179/80 geächtet und der Herzogtümer Bayern und Sachsen verlustig erklärt, unterwarf sich Heinrich der Löwe, von seinen Vasallen verlassen, 1181 dem Kaiser und ging 1182 in die Verbannung zu seinem Schwiegervater nach England. Er hatte nur seinen Hausbesitz Braunschweig-Lüneburg behalten. 1194 versöhnte Heinrich der Löwe sich mit Kaiser Heinrich VI.
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