Lexikon
Herrscherkult
die Verehrung des Herrschers als Gott oder in der einem Gott gebührenden Form. Der Herrscherkult entwickelte sich, in Anlehnung an das Gottkönigtum orientalischer Könige, in Griechenland in der Zeit des Hellenismus aus der Heroisierung hervorragender Menschen, die als Zwischenglied zwischen Mensch und Gott angesehen wurden und nach ihrem Tod göttliche Ehren erhielten. Die Herrscher wurden unter Beinamen wie Retter, Gründer u. a. als Götter verehrt, zu denen aber nicht gebetet wurde. Auch die Römer kannten ursprünglich keinen Herrscherkult; als Erster erhielt Cäsar in Rom göttliche Ehren zuerkannt. Aber erst im 3. Jahrhundert ließ sich Aurelian offiziell als „Herr und Gott“ anreden. Durch Konstantin den Großen wurde die Kaiserverehrung als Religion abgeschlossen und in eine Huldigung umgewandelt, an der auch die Christen teilnehmen konnten.
Wissenschaft
Monströse Eruption auf der Sonne
Vor mehr als 14.000 Jahren ereignete sich der heftigste, jemals nachgewiesene Sonnensturm. Bäume geben noch heute Zeugnis davon. Ähnliche Ereignisse der Neuzeit wirken demgegenüber wie ein laues Lüftchen. von THOMAS BÜHRKE In der Nacht vom 1. zum 2. September 1859 wurde ein ungewöhnlich starker geomagnetischer Sonnensturm...
Wissenschaft
Wie lassen sich beschädigte Stahlbrücken reparieren?
Wenn eine Brücke aus Stahlfachwerk beschädigt wird, stürzt sie nicht zwangsläufig komplett ein. Stattdessen kommt es auf die Lage der Schäden und die Reaktion der verbleibenden Bauteile an, wie Forschende ermittelt haben. Sofern nach dem Schaden bestimmte Stahlträger verdreht und verbogen werden, kann die vermehrte Traglast auf...