Lexikon
Hospitalịsmus
Psychologie
psychische und psychosomatische Folgen einer Langzeitunterbringung in Krankenhäusern, Heimen, Pflegeeinrichtungen, Anstalten oder Lagern aufgrund von mangelhafter emotionaler Zuwendung und geistiger Anregung wegen fehlender Bezugspersonen und monotoner, steriler Atmosphäre. Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern kommt es zu Teilnahmslosigkeit, Weinerlichkeit, motorischer Unruhe, Aggressivität, depressiven Verstimmungen, Verzögerung in der motorischen, Sprach- und Intelligenzentwicklung, Ernährungsstörungen sowie erhöhter Infektanfälligkeit. Bereits fünfmonatige Heimaufenthalte (Hospitalisierungen) können bei Kleinkindern zu irreversiblen Verhaltensstörungen führen. Aber auch Erwachsene können, wenn sie längere Zeit solchen Bedingungen ausgesetzt sind, emotionalen Schaden nehmen. Auch bei isoliert aufgezogenen höheren Säugetieren (insbesondere Primaten) werden ähnliche Symptome beobachtet. Bei Tieren spricht man vom Deprivationssyndrom (Deprivation).
Wissenschaft
Der Gag der Pauli-Maschine
Der Physiker Wolfgang Pauli (1900–1958) wurde vor allem durch seine Pionierleistungen im Bereich der Quantenmechanik berühmt: Für das von ihm formulierte Pauli-Prinzip erhielt er 1945 den Nobelpreis. Es besagt, dass Elektronen oder andere Fermionen (Teilchen mit halbzahligem Spin) sich in ihren Quantenzahlen unterscheiden müssen...
Wissenschaft
Die heiße Jugend des Mondes
Seine geologische Frühzeit verlief turbulenter als bisher gedacht: Als sich der junge Mond von der Erde entfernte, geriet er in eine Phase heftigen Vulkanismus. Das hat Konsequenzen für die Ermittlung des lunaren Alters. von THORSTEN DAMBECK Bei lange vergangenen Ereignissen kann man sich schon mal irren. Als gegen Mitte des 19....