Lexikon
Hospitalịsmus
Psychologie
psychische und psychosomatische Folgen einer Langzeitunterbringung in Krankenhäusern, Heimen, Pflegeeinrichtungen, Anstalten oder Lagern aufgrund von mangelhafter emotionaler Zuwendung und geistiger Anregung wegen fehlender Bezugspersonen und monotoner, steriler Atmosphäre. Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern kommt es zu Teilnahmslosigkeit, Weinerlichkeit, motorischer Unruhe, Aggressivität, depressiven Verstimmungen, Verzögerung in der motorischen, Sprach- und Intelligenzentwicklung, Ernährungsstörungen sowie erhöhter Infektanfälligkeit. Bereits fünfmonatige Heimaufenthalte (Hospitalisierungen) können bei Kleinkindern zu irreversiblen Verhaltensstörungen führen. Aber auch Erwachsene können, wenn sie längere Zeit solchen Bedingungen ausgesetzt sind, emotionalen Schaden nehmen. Auch bei isoliert aufgezogenen höheren Säugetieren (insbesondere Primaten) werden ähnliche Symptome beobachtet. Bei Tieren spricht man vom Deprivationssyndrom (Deprivation).
Wissenschaft
Wahr oder falsch?
Zeugenaussagen sind ein zentraler Bestandteil von Strafverfahren und Gerichtsverhandlungen. Doch allzu oft sind sie verzerrt. von JAN SCHWENKENBECHER Groß, dick, ja, er war’s. Da waren sich alle Zeugen des Überfalls auf die Nürnberger Stadtsparkasse in der Wölckernstraße im Jahr 1991 einig. Auch der Gutachter kam, nachdem er ein ...
Wissenschaft
Herzmuscheln leiten Sonnenlicht wie Glasfaserkabel
Herzmuscheln leben in Symbiose mit Photosynthese betreibenden Algen in ihrem Inneren. Um diese Untermieter mit Licht zu versorgen, öffnen die Muscheln jedoch nicht einfach ihre Schale. Stattdessen haben sie in der Evolution einzigartige Fenster-Strukturen entwickelt, wie Biologen herausgefunden haben. Diese Fenster leiten das...