Lexikon

Internationale Gotik

Weicher Stil, Schöner Stil
gesamteuropäische Stilströmung am Übergang zur Renaissance um 1400, die besonders für die Skulptur (u. a. Böhmische Madonnen) eher „Schöner“ oder „Weicher Stil“ genannt wird; letzte Phase gotischer Malerei, die in Burgund und Nordfrankreich ihren Ausgangspunkt hatte. Die ausgesprochen höfische Kunst verband gotische Elemente (Überlängung von Personen mit puppenhaften Gesichtern, weiche Faltenkaskaden) mit realistischer und detailreicher Gestaltung (Landschafts-, Architekturdarstellung) sowie minuziöser Ornamentik. Hauptwerk ist das Stundenbuch „Très riches heures“ des Duc de Berry von den Brüdern Limburg (1416). Am Ende der Internationalen Gotik stehen die Brüder H. und J. van Eyck; weitere Vertreter: Gentile da Fabriano, J. Pucelle, J. Fouquet; Gotik.
Nahaufnahme des Implantats
Wissenschaft

Implantierbares Notfall-Reservoir für Diabetes-Patienten entwickelt

Ein extrem niedriger Blutzuckerspiegel kann für Menschen mit Typ-1-Diabetes lebensbedrohlich sein. Patienten spritzen sich in dieser Situation normalerweise ein Hormon namens Glukagon, das den Blutzucker wieder reguliert. Doch es gibt auch Diabetes-Patienten, die ihren gefährlichen Zustand nicht bemerken, etwa weil sie schlafen,...

Wissenschaft

Nacht-Beleuchtung verhärtet Insektenfutter

Der ökologische Schaden von künstlicher Nacht-Beleuchtung kann vielschichtig sein, verdeutlicht eine Studie: Im nächtlichen Licht von Straßenlaternen entwickeln Bäume demnach vergleichsweise harte Blätter, die von Insekten offenbar weniger gefressen werden. Dieser Effekt könnte die Grundlage der Nahrungskette in...

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