Lexikon
Internationale Gotik
Weicher Stil, Schöner Stilgesamteuropäische Stilströmung am Übergang zur Renaissance um 1400, die besonders für die Skulptur (u. a. Böhmische Madonnen) eher „Schöner“ oder „Weicher Stil“ genannt wird; letzte Phase gotischer Malerei, die in Burgund und Nordfrankreich ihren Ausgangspunkt hatte. Die ausgesprochen höfische Kunst verband gotische Elemente (Überlängung von Personen mit puppenhaften Gesichtern, weiche Faltenkaskaden) mit realistischer und detailreicher Gestaltung (Landschafts-, Architekturdarstellung) sowie minuziöser Ornamentik. Hauptwerk ist das Stundenbuch „Très riches heures“ des Duc de Berry von den Brüdern Limburg (1416). Am Ende der Internationalen Gotik stehen die Brüder H. und J. van Eyck; weitere Vertreter: Gentile da Fabriano, J. Pucelle, J. Fouquet; Gotik.
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