Lexikon
Kamerụn
Kamerun seit der Unabhängigkeit
Durch ein Plebiszit in Britisch-Kamerun wurde 1961 der Forderung nach Wiedervereinigung Rechnung getragen. Der Norden Westkameruns entschied sich für den Verbleib bei Nigeria, der Süden für den Anschluss an die Republik Kamerun. So konnte am 1. 10. 1961 die Bundesrepublik Kamerun ausgerufen werden. Ahmadou Ahidjo, der erste Präsident, errichtete ein repressives Regime. 1972 hob er die bundesstaatliche Ordnung auf und schuf einen zentralistischen Einheitsstaat. Der Gegensatz zwischen der frankophonen und der sich politisch benachteiligt fühlenden anglophonen Bevölkerung belastete die Innenpolitik. Nachfolger Ahidjos wurde 1982 Paul Biya. Er führte unter dem Druck blutiger Unruhen zu Beginn der 1990er Jahre ein Mehrparteiensystem ein. 1995 wurde Kamerun Mitglied des Commonwealth. 1997 und 2004 bestätigte die Bevölkerung Biya im Präsidentenamt. Bei den Parlamentswahlen 2007 baute die Regierungspartei RDPC ihre führende Stellung aus. Mit einer innenpolitisch umstrittenen Verfassungsänderung wurde 2008 die Beschränkung der Regierungszeit des Präsidenten auf maximal zwei Amtszeiten aufgehoben. Die langjährigen Gebietsstreitigkeiten mit Nigeria konnten mit der Übergabe der ölreichen Bakassi-Halbinsel an Kamerun endgültig beigelegt werden.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
- Europäische Kolonialherrschaft
- Kamerun seit der Unabhängigkeit
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