Lexikon
Kamerụn
Wirtschaft und Verkehr
Mit dem Export von Erdöl, Kakao und Kaffee konnte die Wirtschaft viele Jahre hohe Zuwachsraten verzeichnen. Der Verfall der Weltmarktpreise, Misswirtschaft und Korruption lösten in den 1980er Jahren jedoch eine schwere Krise aus, die erst durch internationale Hilfe überwunden werden konnte.
Die Mehrheit der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig. Die meist kleinbäuerlichen Betriebe liefern u. a. Mais, Hirse, Maniok und Reis für den Eigenbedarf sowie Kaffee, Kakao, Bananen und Baumwolle für den Export. Ausgeführt werden außerdem Palmöl, Kautschuk und Edelhölzer. Die Viehzucht ist vor allem im Norden bedeutend. Außer Erdöl besitzt Kamerun reiche Erdgasvorkommen und Bauxitlagerstätten. Die wichtigsten Großbetriebe sind die Ölraffinerie bei Limbe und das Aluminiumwerk bei Edéa; hier steht auch das größte Wasserkraftwerk des Landes. Dank reicher Wasserreserven kann Kamerun einen erheblichen Teil seines Strombedarfs aus eigenen Quellen decken.
Das wirtschaftliche Zentrum ist die Hafenstadt Douala. Sie ist Ausgangspunkt der Trans-Kamerun-Bahn, die über Yaoundé nach Ngaoundéré führt. Weiter nördlich ist das Verkehrsnetz kaum ausgebaut.
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