Lexikon
Kụrland
lettisch Kurzemehistorische Landschaft in Lettland; südlich der Düna fruchtbares Hügelland, an der Küste überwiegend sandige, teils bewaldete und versumpfte Niederung; benannt nach dem lettischen Stamm der Kuren (Curones), die Kurland spätestens seit dem 10. Jahrhundert bewohnten. Die Kuren wurden im 13. Jahrhundert vom Deutschen Orden unterworfen und christianisiert; zu zwei Dritteln wurde es Ordensland und gehörte damit als Teil des Livländischen Bunds zum Deutschen Reich. Beim Zerfall Livlands wurde Kurland einschließlich Semgallen 1561 weltliches Herzogtum unter polnischer Lehenshoheit. Seit dem Nordischen Krieg (1700–1721) stand Kurland unter überwiegendem russischem Einfluss und wurde 1795 auf Antrag des kurländischen Landtags Russland einverleibt. Es behielt weitgehend seine eigenständige Verfassung und der deutsch-baltische Adel seine beherrschende Stellung. Nach der Proklamierung der Republik Lettland 1918 wurde Kurland lettische Provinz. In den beiden Weltkriegen Kriegsschauplatz, war es 1940–1991 Teil der UdSSR (Lettische SSR).
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