Wahrig Herkunftswörterbuch
antun: es jemandem angetan haben
Auch wenn man sich heute kaum etwas Böses dabei denkt, wenn man sagt, jemand habe es einem angetan – eigentlich bedeutet diese Redensart, dass man von jemandem verhext worden ist. Gemeint ist ein Schadens– oder Liebeszauber, der Hexen zugeschrieben wurde. Es antun heißt in diesem Fall „einen Zaubergegenstand anheften“. Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts lexikalisch belegt, ist die Redensart vermutlich jedoch noch deutlich älter. Der Schadenszauber ist heute ganz verdrängt, vom ursprünglichen Liebeszauber ist noch die Bedeutung „jemandem gefallen“ übrig geblieben, die allerdings nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Dinge ausgedehnt wurde, die ästhetisch begeistern. In der verhüllenden Wendung sich etwas antun „sich töten“ jedoch scheint der Tabucharakter der Wendung noch auf.
Wissenschaft
Wie Kohlenstoff Metall-Katalysatoren auf Trab bringt
Metallpartikel wie Silber oder Kupfer können als Katalysatoren chemische Reaktionen beschleunigen. Noch besser tun sie dies in Kombination mit Kohlenstoff: Wenn man Silber-Nanopartikel auf einer Kohlenstoff-Basis platziert, erhält man einen zweihundertfach aktiveren Katalysator, wie Chemiker herausgefunden haben. Solche Effekte...
Wissenschaft
Die Spuren des Verglühens
Die wachsende Menge an Weltraumschrott bereitet auch dann Probleme, wenn sie in der Atmosphäre verglüht. Forscher untersuchen die Folgen für Klima und Ozon – und feilen an Lösungen. von ALINA WOLF Im Februar 2023 startete ein US-amerikanisches Forschungsflugzeug, die WB-57, in Fairbanks, Alaska, und stieg 19 Kilometer weit in die...