Lexikon
Manteltiere
TunicataKlasse der Chordatiere; meist sackähnliche, fest sitzende oder frei schwimmende Meerestiere mit gallert- oder knorpelartiger Körperumhüllung (Mantel), die – einmalig im Tierreich – Cellulose enthält. In der Jugendentwicklung der Manteltiere tritt eine Chorda dorsalis auf, die aber wieder zurückgebildet wird. Der Darm zeigt bereits Kiemenspalten wie bei den Wirbeltieren. Der Kiemenkorb dient neben der Atmung zum Abfiltrieren von Nahrung aus durchströmendem Meereswasser. Besonders bei den fest sitzenden Formen ist die Chordatenorganisation der ausgewachsenen Tiere stark verwischt; das Neuralrohr ist meist bis auf einen, am Vorderende liegenden Nervenknoten zurückgebildet, ventrales Herz ist meist vorhanden, eine sekundäre Leibeshöhle fehlt; die ursprüngliche Segmentierung ist verloren gegangen; Ovarien und Hoden befinden sich im selben Tier. Es sind rund 2000 Arten bekannt. Klassen: Appendicularia, Seescheiden und Salpen.
Manteltiere: Seescheide
Manteltiere: Seescheide
© wissenmedia
Appendikularien
Appendikularien
Appendikularien haben als einzige Manteltiere zeitlebens einen Schwanz, der im Winkel von etwa 90° an dem eigentlichen Körper sitzt. Bei der abgebildeten Oikopleura longifurca ist er besonders groß.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Salpe
Salpe
Salpen sind frei schwimmende Manteltiere, die gewöhnlich tönnchenförmig gebaut sind. Unter dem durchsichtigen Mantel sind immer große Muskelbänder ausgebildet, die das Tier ringförmig umgreifen.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Wissenschaft
Wie sich Kaffeebohnen im Schleichkatzendarm verändern
Kopi Luwak ist eine der teuersten Kaffeesorten der Welt. Die Besonderheit: Er stammt aus Kaffeebohnen, die von Schleichkatzen gefressen und wieder ausgeschieden wurden. Durch die Passage durch den Verdauungstrakt der kleinen Allesfresser sollen die Bohnen ein intensiveres und zugleich milderes Aroma bekommen. Diese These haben...
Wissenschaft
Der große Sprung
Ein neuartiger Hochtemperatursupraleiter funktioniert bereits bei kühler Raumtemperatur – wenn auch nur unter hohem Druck. Ein wichtiger Schritt in Richtung Alltagsanwendung ist getan. von DIRK EIDEMÜLLER Bei der Suche nach Supraleitern bei Raumtemperatur geht es um den heiligen Gral der Energietechnik. Wenn sich ein solches...
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Ein Mensch wie wir
Tomatensaft nur im Flugzeug
Proteine im Blut verraten Alter unseres Gehirns
Mehr Klarheit beim Klima
Land unter an den Küsten
Stätte des Fortschritts