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LEXIKON

Mein Onkel aus Amerika

  • Deutscher Titel: Mein Onkel aus Amerika
  • Original-Titel: MON ONCLE D„AMERIQUE
  • Land: Frankreich
  • Jahr: 1980
  • Regie: Alain Resnais
  • Drehbuch: Jean Gruault
  • Kamera: Sacha Vierny
  • Schauspieler: Gérard Depardieu, Roger Pierre, Nicole Garcia
  • Auszeichnungen: Spezialpreis der Jury Filmfestspiele Cannes 1980 für Film
Der symbolische »Onkel aus Amerika« ist eine Umschreibung für die Suche nach privatem Glück und nicht realisierbaren individuellen Utopien. Der Altmeister der »Nouvelle Vague«, Alain Resnais, erzählt die Geschichte dreier Personen, deren Lebenswege und Beziehungen sich auf der Suche nach Glück und Erfolg überschneiden: Janine kommt aus einer kommunistischen Großfamilie, versucht als Schauspielerin der familiären Enge zu entkommen, scheitert in einer Beziehung zu einem verheirateten Mann und beginnt eine zweite Karriere als Mode-Designerin. Jean, Sprössling eines großbürgerlichen Elternhauses, verliert seinen Job beim Rundfunk, verlässt vorübergehend wegen einer Affäre Frau und Kind, versucht sich als Schriftsteller und etabliert sich schließlich als Politiker. René entstammt einer Bauernfamilie aus dem Anjou. Er tritt den Posten eines technischen Leiters in einer Weberei an. Nach der Übernahme seiner Firma durch einen Großkonzern arbeitet er in einer fremden Stadt als Betriebsleiter, was ihn zunehmend überfordert.
Resnais gelingt eine geschickte Verknüpfung von Fiktion und Dokumentation; die spielerische Handlung wird ergänzt durch eine wissenschaftliche Analyse der menschlichen Emotionen und Reaktionen. Bei aller Dialektik und Komplexität bleibt die Geschichte bis zum Ende spannend.
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