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Durch welche Forderung wurde James Tobin bekannt?
Der US-Amerikaner James Tobin (1918 bis 2002), der 1981 den Wirtschaftsnobelpreis erhielt, schlug 1972 eine nach ihm benannte Steuer vor.
Mittels einer geringen Besteuerung sämtlicher Devisenan- und -verkäufe wollte Tobin kurzfristige Währungsspekulationen unrentabel machen. Dadurch sollten die durch Spekulationsgeschäfte ausgelösten Kursschwankungen vermindert und so die Währungen stabilisiert werden. Globalisierungsgegner griffen die Forderung nach einer Tobin-Steuer auf und gingen dabei in der Höhe der Besteuerung oft über deren Erfinder hinaus.
Kritiker bezweifeln, dass eine Tobin-Steuer sich weltweit durchsetzen ließe. Ihre Einführung würde somit lediglich zu einer Verlagerung der Spekulationsgeschäfte in »Steueroasen« führen. Außerdem befürchten sie, dass selbst eine weltweit geltende Tobin-Steuer genau den gegenteiligen Effekt bewirken könnte: Bei einem insgesamt geringeren Umsatz könnten einzelne Transaktionen viel mehr ins Gewicht fallen, was die Kursschwankungen sogar verstärkt.
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