Lexikon
Milẹt
Miletosantike Stadt an der Küste Kariens (im Südwesten Kleinasiens), im 11. Jahrhundert v. Chr. von ionischen Griechen anstelle einer mykenischen Siedlung gegründet; Heimat berühmter Naturphilosophen (Thales, Anaximander, Anaximenes); Ausgangspunkt einer bedeutenden Kolonisationsbewegung, blühende Handels- und Hafenstadt. 494 v. Chr. nach dem Ionischen Aufstand von den Persern niedergebrannt, jedoch in großzügiger Stadtplanung (rechtwinklige Straßenzüge) neu errichtet und in hellenistischer und römischer Zeit mit Prachtbauten versehen (Markttor im Berliner Pergamonmuseum). Die Bedeutung Milets ging im Mittelalter zurück wegen Verlandung des Hafens (Mäandermündung); heute ist Milet ein Dorf.
Wissenschaft
Ein Molekül voll Hoffnung
Die Corona-Impfungen haben die mRNA berühmt gemacht. Doch sie waren nur der Anfang. Künftig könnten die kleinen Moleküle seltene Erkrankungen heilen und die Prävention von Herzinfarkten revolutionieren. von EDDA GRABAR Frühsommer 2021. Es hätte für Christian Wawrzinek nicht besser laufen können – den Zahnmediziner, der mit seinem...
Wissenschaft
Neustart im Gehirn
Bei einem Schlaganfall oder einer chronischen Krankheit wie Parkinson, Migräne oder Depression kommt es im Gehirn zu Störungen. Neue Verfahren der Hirnstimulation versprechen Patienten Abhilfe. von CHRISTIAN JUNG Ein Schlaganfall verursacht viel Durcheinander im Gehirn. Ausgelöst durch einen schlagartig auftretenden Mangel an...