Lexikon

miniml invasve Chirurgie

endoskopische Chirurgie
Operationstechnik, die sich des Endoskops bedient und ohne größere Schnitte auskommt. Das Endoskop, eine Sonde, an deren Spitze sich eine miniaturisierte Spezialkamera befindet, wird durch einen nur wenige Millimeter großen Schnitt in den Bauch- oder Brustraum eingeführt. Die Miniaturkamera liefert ein vergrößertes Bild des Operationsfeldes, das der Operateur auf einem Monitor verfolgen kann. Zur besseren Sicht auf die Organe wird die Bauchhöhle mit Kohlendioxid aufgebläht. Zusätzlich werden Arbeitsrohre durch die Bauchdecke geschoben, über die die mikrochirurgischen Werkzeuge eingeführt und das kranke Organ entfernt wird. Rund 300 endoskopische Eingriffe sind bereits möglich. So können heute Blinddarm und Gallenblase, die Speiseröhre bei Tumorkranken, aber auch Geschwülste in frühen Stadien aus dem Enddarm entfernt werden. Vor allem in der Gynäkologie und Urologie ist die endoskopische Operationsmethode weit verbreitet, z. B. bei Eileiterschwangerschaften, Sterilisation, Eierstockzysten oder Blasenkrebs. Aber auch bei Operationen an Gelenken (Arthroskopie), z. B. am Knie bei Meniskusschäden oder Bänderrissen, oder sogar bei Operationen am Kopf (Hirntumor, Blutgerinnsel, Nasennebenhöhlen) wird die endoskopische Methode eingesetzt.
Die Vorteile der neuen Technik für den Patienten sind erheblich. Die Verletzungen sind ungleich geringer als bei herkömmlichen Verfahren. Da kein großer Schnitt erforderlich ist, unterbleibt auch die Narbenbildung. Der Patient erleidet kaum Schmerzen, und die Erholungszeit verkürzt sich von einigen Wochen auf einige Tage, so dass sich auch die Liegezeiten im Krankenhaus erheblich vermindern.
Kokon, Erde
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