Lexikon

Molière

[
mɔˈljɛ:r
]
eigentlich Jean Baptiste Poquelin
Molière
Molière
französischer Komödiendichter, * 15. 1. 1622 Paris, † 17. 2. 1673 Paris; studierte Rechtswissenschaft, gründete 1643 das „Illustre Théâtre“, das gleich Bankrott machte, bereiste daraufhin die französische Provinz mit einer Schauspieltruppe; übernahm 1660 das Théâtre du Palais-Royal, für das er Lustspiele schrieb und in dem er selbst auftrat. Bekannt wurde er durch „Die lächerlichen Preziösen“ 1659, deutsch 1752; seitdem entwickelte er sich zu Frankreichs größtem Lustspieldichter, indem er das italienische Intrigenstück zur hintergründig-tragikomischen Sittenkomödie ausweitete. Von Ludwig XIV. begünstigt, setzte er sich gegen die Geistlichkeit durch, deren Zorn er mit „Tartuffe“ 1664, deutsch 1696, erregt hatte. Nur 32 seiner vielen Bühnenstücke sind erhalten; Hauptwerke: „Die Schule der Frauen“ 1663; „Don Juan“ 1665; „Der Misanthrop“ 1667; „Amphitryon“ 1668; „Der Geizige“ 1668; „Der Bürger als Edelmann“ 1670; „Die gelehrten Frauen“ 1672; „Der eingebildete Kranke“ 1673.
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