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LEXIKON

Nacktsamer

nacktsamige Pflanzen; Gymnospermen; Gymnospermae
Abteilung der Blütenpflanzen, die ihrem Fortpflanzungsschema nach zwischen den Farnpflanzen und den bedecktsamigen Pflanzen vermitteln, ohne aber entwicklungsgeschichtlich ein direktes Bindeglied zu sein. Die Nacktsamer haben sich im Oberdevon von Psilophyten abgespalten und hatten ihre Blütezeit im Mesozoikum. Nacktsamer sind ausschließlich Holzpflanzen mit Monopodien (Spross) oder unverzweigten Sprossen. Der Holzkörper hat im Gegensatz zu den bedecktsamigen Pflanzen nur spitz endende, Wasser leitende Tracheiden mit großporigen Tüpfeln; den Siebzellen fehlen die Geleitzellen. Die Blätter der Nacktsamer sind fächrig verbreitert, fiedrig oder nadelförmig mit ledriger Oberfläche und überdauern mehrere Vegetationsperioden. Die Blüten sind meist eingeschlechtig mit zu Zapfen vereinigten Staub- bzw. Fruchtblättern. Die männlichen Blüten entlassen den Pollen mit Hilfe eines Kohäsionsmechanismus, der die Pollensäcke zur Zeit der Reife sprengt. Nacktsamer sind fast ausschließlich Windbestäuber. Die weiblichen Blüten tragen ihre Samenanlagen offen (daher Nacktsamer) in einem oder mehreren Fruchtblättern und enthalten eine große Eizelle. Die rezenten Nacktsamer umfassen etwa 600 Arten. Hierher gehören die Ordnungen Bennetiales (nur fossil); Eibengewächse (Eibe); Nadelhölzer; Ginkgogewächse (Ginkgo); Gnetopsida und Cycadeen.
Ginkgo
Ginkgo
Ginkgo, Ginkgo biloba
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