Lexikon
Nahostkonflikt
Krisenherd Libanon in den 1980er Jahren
Ein weiterer Krisenherd des Nahostkonflikts entstand in Libanon, das nach einem Bürgerkrieg seit 1976 teilweise von syrischen Truppen besetzt war. Die PLO unterhielt in Libanon Stützpunkte, von wo aus sie Überfälle auf den Norden Israels unternahm. 1982 besetzte Israel den Süden Libanons und erzwang den Abzug größerer PLO-Kampfverbände. Dabei kam es auch zu Kampfhandlungen zwischen israelischen und syrischen Streitkräften. Im Mai 1983 schlossen Israel und Libanon mit US-amerikanischer Vermittlung ein Abkommen, in dem der Kriegszustand zwischen den beiden Ländern für beendet erklärt wurde. Unter dem Druck Syriens und oppositioneller Kräfte im eigenen Land musste die libanesische Regierung das Abkommen im März 1984 annullieren. Im Juni 1985 zog Israel seine Truppen aus Libanon ab; im Süden des Landes verblieben nur wenige Einheiten sowie die Soldaten der proisraelischen „Südlibanesischen Armee“ (SLA).
- Einleitung
- Teilung Palästinas
- Israelisch-arabische Kriege
- Krisenherd Libanon in den 1980er Jahren
- Erste Intifada und Friedensbemühungen der 1990er Jahre
- Jüngste Entwicklungen
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