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LEXIKON

Nicotn

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das; nach dem französischen Gesandten J. Nicot, * 1530,  1600, der den Tabak nach Frankreich brachte
]
Nicotin: Strukturformel
Nicotin: Strukturformel
hochgiftiges Alkaloid der Tabakpflanzen. Nicotin ist ein farbloses Pyridinderivat von unangenehmem Geruch. Chemisch: α-Pyridyl-β-N-Methyl-Pyrrolidin, C10H14N2. Nicotin ist ein Reiz- und Genussmittel, das durch Rauchen, Schnupfen und Kauen von Tabak dem Körper zugeführt werden kann. Es wirkt in kleinen Dosen anregend auf das Zentralnervensystem. Es fördert die Ausschüttung des Hormons Adrenalin und der Botenstoffe Dopamin und Serotonin. Es beschleunigt den Herzschlag, erhöht den Blutdruck, steigert die Magensaftsekretion und die Darmtätigkeit, verringert aber den Appetit. Vor allem steigert es kurzfristig die Leistungsfähigkeit. Das Suchtpotenzial von Nicotin beruht darauf, dass die Ausschüttung von Dopamin zu angenehmen Empfindungen führt, die nach Wiederholung verlangen. Außerdem führt Nicotin zu einer Zunahme von Rezeptoren im Gehirn, was bei einem Absetzen körperliche Entzugserscheinungen zur Folge hat. Nicotin führt in höheren Dosen zur Nicotinvergiftung. Bereits rund 50 mg sind für den Menschen tödlich.
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