Lexikon
Schwangerschaft
Gravidität; GestationPlazenta: Gewebeaufbau
Plazenta: Gewebeaufbau
Die Plazenta besteht aus schwammigem, von Zotten durchzogenem Gewebe, das zur Mutter hin von der Basalschicht, zum Keimling hin von der Chorionplatte begrenzt ist. Durch feine Spalten in der Basalschicht gelangt mütterliches Blut in das Zottensystem, dessen Blutgefäße diffundierende Nährstoffe und Sauerstoff aufnehmen.
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In den ersten 3 Monaten kann es zu morgendlicher Übelkeit und Schwangerschaftserbrechen kommen. Es besteht eine erhöhte Neigung zu Ödemen, Krampfadern und Hämorrhoiden. Grundumsatz und Atemfrequenz der Schwangeren sind erhöht. Es besteht ein erhöhter Bedarf an Calcium und Eisen für den Knochenaufbau und die Blutbildung des Kindes. Da über die Plazenta eine Verbindung zwischen mütterlichem und kindlichem Blutkreislauf besteht, ist es wichtig, auf die Einnahme potenziell schädlicher Medikamente sowie auf Alkohol und Nicotin zu verzichten.
Komplikationen im Zusammenhang mit der Schwangerschaft (sog. Gestosen) können durch die hormonelle Umstellung entstehen. Dazu gehören übermäßiges Erbrechen im ersten Drittel der Schwangerschaft, das Mutter und Kind gefährden kann, außerdem schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck, u. U. kombiniert mit Eiweiß im Urin und meist ausgeprägten Ödemen (Präeklampsie). Daraus kann sich als schwere Erkrankung, die mit Krampfanfällen einhergeht, eine Eklampsie entwickeln. Um solche Schwangerschaftskomplikationen sowie etwa zu erwartende Geburtsschwierigkeiten rechtzeitig zu erkennen und ihnen vorzubeugen, sind ärztliche Schwangerschaftsuntersuchungen in bestimmten Zeitabständen zu empfehlen. Eine sinnvolle Vorbereitung auf die Geburt ist auch die Schwangerschaftsgymnastik.
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