Lexikon
Nigẹria
Politischer Neubeginn
Nach Abachas Tod 1998 übernahm General Abdulsalami Abubakar die Staatsführung, der eine Demokratisierung des politischen Systems einleitete. Aus den Präsidentschaftswahlen 1999 ging der frühere Militärmachthaber Olusegun Obasanjo als Kandidat der PDP als Sieger hervor. Am 5. 5. 1999 trat eine neue Verfassung in Kraft. Bei den Präsidentschaftswahlen 2003 wurde Obasanjo im Amt bestätigt. Die religiösen Spannungen zwischen dem muslimischen Norden des Landes und dem christlichen Süden belasteten das innenpolitische Klima. Ein Konfliktherd blieb auch das Nigerdelta, wo sich die dort tätigen Erdölfirmen mit den wirtschaftlichen und sozialen Forderungen verschiedener ethnischer Gruppen auseinandersetzen mussten. Außenpolitisch bemühte sich Nigeria als regionale Führungsmacht um eine aktive Rolle in der afrikanischen Politik, vor allem bei der Beilegung innerafrikanischer Konflikte. Bei den Präsidentschaftswahlen 2007 konnte Obasanjo gemäß Verfassung nicht wieder kandidieren. Zu seinem Nachfolger wählte die Bevölkerung Umaru Yar’Adua (PDP). Dieser konnte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen seit November 2009 nicht mehr ausüben. Im Februar 2010 übernahm daher der bisherige Vizepräsident Goodluck Jonathan (PDP) die Amtsgeschäfte. Im Mai 2010 verstarb Präsident Yar’Adua.
Wissenschaft
Nicht im Gleichgewicht
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»Wir müssen fragen – und zuhören«
Am Lebensende werden Menschen altruistisch, sagt der international renommierte Palliativmediziner Gian Domenico Borasio.
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