Lexikon

Nigẹria

Landwirtschaft und Industrie

In der Zeit des Erdölbooms wurde die Agrarproduktion stark vernachlässigt, so dass Nigeria – einst selbst Exporteur – von Nahrungsmittelimporten abhängig wurde. Inzwischen wird die Landwirtschaft wieder mehr gefördert, aber es überwiegen noch immer Kleinbetriebe zur Selbstversorgung. Angebaut werden vor allem Knollenfrüchte, Reis und Sorghum für den Eigenbedarf sowie Kakao, Ölpalmen, Baumwolle, Erdnüsse und Kautschuk für den Export. Viehzucht (vor allem Rinder) wird in den nördlichen Savannengebieten betrieben.
Nigeria: Erdnusspyramiden
Nigeria: Erdnusspyramiden
Zum Trocknen werden die mit Erdnüssen gefüllten Säcke zu Pyramiden geschichtet. Nigeria ist einer der führenden Erdnussproduzenten der Welt.
An Bodenschätzen werden neben Erdöl und Erdgas auch Zinn, Kohle und Eisenerz gefördert. Die Industrialisierung erhielt durch den Erdölboom starken Auftrieb. Neben den traditionellen Zweigen wie der Nahrungsmittel- und Textilindustrie entstanden u. a. Stahl- und Zementwerke, Gasverflüssigungsanlagen, Erdölraffinerien sowie Montagewerke für Kraftfahrzeuge. Einige Industrieanlagen sind aber aufgrund von mangelnder Wartung und fehlendem technischen Know-how nicht mehr betriebsbereit.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Regenreiches Klima
  3. Bevölkerung
    1. Vielvölkerstaat
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Landwirtschaft und Industrie
    2. Mangelhafte Infrastruktur
  7. Geschichte
    1. Frühgeschichte und Kolonialzeit
    2. Konfliktbeladene Unabhängigkeit
    3. Politischer Neubeginn
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